FAQ

Aus Erfahrung wissen wir, dass Eltern von Kindern mit Handicap sich früher oder später die Frage stellen: Was wird aus meinem Kind, wenn ich nicht mehr kann?

Die Antwort darauf können wir Ihnen nicht abnehmen, denn es ist Ihre Entscheidung und die Ihres Kindes.

Was wir jedoch tun können, ist Ihnen mit unseren Erfahrungen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch die Vereinsgründer standen einmal vor dieser Entscheidung und wollten für ihre Kinder eines erreichen: ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Dabei tauchten immer wieder Fragen auf und wir möchten versuchen, die wichtigsten Fragestellungen hier zu beantworten.

Gibt es zurzeit freie Plätze?

Zurzeit sind alle Wohngemeinschaften belegt und es gibt keine freien Plätze. Es kann aber immer mal ein Platz frei werden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie einen Bedarf haben.

Sind neue Projekte in Planung?

Im Gegensatz zu anderen Vereinen haben wir keinen eigenen Wohnraum, d.h. wir sind auf Angebote auf dem Markt angewiesen. Der Vorstand ist regelmäßig in Kontakt mit den Wohnungsbaugesellschaften und manchmal hilft der Zufall: so wurde das Projekt an der Ortlohnstraße 35 von Privatpersonen realisiert. Die Umsetzung von Projekten kann manchmal lange Zeit in Anspruch nehmen, manchmal geht es aber auch sehr zügig. Je eher Sie sich bei uns melden, desto besser können wir die Bedarfe erfassen.

Gibt es eine Warteliste?

Bisher gibt es keine Warteliste im klassischen Sinne für einzelne Objekte. Wir verfolgen in unserem Verein den Ansatz, dass die künftigen Bewohner einer Wohngemeinschaft sich erst kennenlernen müssen, bevor sie zusammenziehen. Die Chemie muss stimmen, denn das Zusammenleben ist langfristig ausgelegt. Daher halten wir es nicht für sinnvoll, die Bedarfe anhand einer Liste „abzuarbeiten“. Wenn Sie Interesse an einem Platz haben, schreiben Sie uns eine E-Mail und wir laden Sie zu einem unverbindlichen Gespräch ein.

Wie wird der Wohnraum und die Betreuung finanziert?

Um den Menschen mit Handicap ein möglichst selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen zu können, gibt es verschiedene Leistungen, die das ermöglichen.

Eine Übersicht vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finden Sie hier https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a712-ratgeber-fuer-behinderte-mens-390.pdf?__blob=publicationFile

So wird die Miete in gewisser Höhe durch die Grundsicherung berechnet und übernommen, die Betreuungsbedarfe werden vom LWL (Landschaftsverband Westfalen Lippe) ermittelt und getragen. Für Pflegeleistungen kommt die Pflegeversicherung auf. Des Weiteren gibt es Mittel zur Verbesserung des Wohnumfeldes, Zuschüsse zu Pflegehilfsmitteln und den Wohngruppenzuschuss.

Aus Erfahrung wissen wir, dass es für Eltern und Angehörige teilweise sehr mühsam ist, sich einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen.

Umso wichtiger ist es, in dieser Situation Ansprechpartner zu haben, die selbst betroffen sind und inzwischen umfangreiche Erfahrungen gesammelt haben. Der Verein Wohnprojekt 170° – gemeinsam anders e.V. unterstützt Sie gerne. Kontaktieren Sie uns unter wohnprojekt170grad@gmx.de

Wer betreut die Wohngemeinschaften und in welchem Umfang?

Wir haben einen Kooperationsvertrag mit der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen, die die ambulante Betreuung der Bewohner übernehmen. Der Betreuungsumfang kann sehr unterschiedlich ausfallen und die Bedarfe werden vom LWL festgestellt. In kleineren WGs mit Bewohnern, die einen geringen Betreuungsbedarf haben, werden die Bewohner nur stundenweise betreut. Bei unseren großen WGs ist der Betreuungsbedarf teilweise so hoch, dass eine ambulante 24h-Betreuung erfolgen kann.

Wer übernimmt die Pflege der Bewohner?

Die Pflege übernimmt ein Dienstleister im Rahmen der bewilligten Pflegeleistungen.

Gibt es nur Wohngemeinschaften in Iserlohn?

Bisher ja. Wir haben aber Anfragen aus benachbarten Städten, wir z.B. aus Hagen, Hemer und Sundern. Deshalb laufen erste Gespräche mit weiteren Wohnungsbaugesellschaften und der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen, um das Wohnprojekt auf weitere Städte auszuweiten.

Wo bekomme ich professionelle Unterstützung und Beratung?

Unser Kooperationspartner, die Netzwerk Diakonie, hat eine sehr kompetente Beratungsstelle in Iserlohn. Dort bietet man u.a. auch Themen-Nachmittage an: hier geht es z.B. um rechtliche und finanzielle Fragen, das Teilhabegesetz, Grundsicherung, Rente u.s.w. Auch individuelle Einzelberatungen sind möglich.

Ansprechpartnerin: Beate Jarzombek Telefon: 0 23 71 – 29 52 9

https://www.dmr-teilhabeundwohnen.de/beratung-bildung-leichte-sprache/beratungsstelle

E-Mail: beate.jarzombek@diakonie-mark-ruhr.de

Kurt-Schumacher-Ring 14 58636 Iserlohn